Surrealer Beitrag zur Velendungstheorie

Er hat so was von die Schnauze voll
Er hält`s nicht länger aus
Und so zog er dann mit 5 1/2
Von zu Hause aus
Als Steinmetz versucht er
In der weiten Welt sein Glück
Und eins das war ihm sonnenklar
Jetzt gibt es kein zurück

Pflastersteine ausgehöhlt
Drin lässt sich`s prima hausen
Es wackeln nur die Wände leicht
Wenn Autos drüber brausen
Aus Ziegelsteinen Besteck geschnitzt
Und Teller draus gelutscht
Drei Bier noch hinterher geschütt`
Damit`s noch besser flutscht

Wackersteine deformieren, das war auch voll sein Ding
Doch eines Tages flog er raus – der Profit war zu gering
Es kam dann auch noch dicker – seine Straße musste weichen
Für`s Melonenhauptquartier – die gehen bekanntlich über Leichen
O.K., na gut, wenn sie das wollen – doch so einfach ist das nicht
Denn immer feste zuzuschlagen ist seine erste Pflicht
Pflasterplena inszeniert – auch die Nachbarn warn nicht ohne
Und gemeinsam geht`s dann volle Kacke gegen Sanierungsbataillone
Und wenn sie alles haben wollen, so können sie`s schon kriegen
Er hat ja nix mehr zu verliern, es gibt ja nix mehr umzubiegen
Und wer nicht wagt, der nicht gewinnt, es ist noch nix verloren
Und er haut ihnen mit aller Wut seine Wohnung um die Ohren

Und die Straße fängt plötzlich an zu leben
Und springt ihnen dann Stück für Stück entgegen
Und so wurd` noch alles gut
Doch Happy End nenn` ich das nicht
Denn die Wirklichkeit, die gibt dem ganzen ein anderes Gesicht

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