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Staatliche Repression

05. November 2009 – Gründe, Maßnahmen und Verhaltenstips

Ein Mitglied des Jugendclub Bureau erzählt wozu staatliche Repressionspolitik da ist und mit welchen Maßnahmen diese Politik
betrieben wird. Weiterhin werden noch Verhaltenstips bei bestimmten Situationen wie zum Beispiel Demonstration, Nebel-und-Nacht Aktionen, bei Gewahrsamnahmen und Festnahmen.

Sicher sinnvoll ist es sich vorab schon mal mit dem Demo 1x1 auseinander zu setzten. Wer Lust hat kann sich schlau lesen.

Was tun wenn’s brennt ›››
Das Demo 1×1 der Roten Hilfe.

»Klar, es gibt riesige Unterschiede zwischen einer Demo und einer Demo. Oft sagen wir uns, dass bei der Demo sowieso nix passiert und haben auch oft recht damit. Dennoch sollten einige Grundregeln auch auf einer ›Spaziergangs-‹Demo beherzigt werden, weil auch solche schon Objekt polizeilicher Aktionen geworden sind.«

Bitte sagen sie jetzt nichts! (PDF 1,4 MB) ›››
Reader der Roten Hilfe zu Aussageverweigerung und Verhörmethoden.

»Die Erkenntnis, dass jede fortschrittliche politische Bewegung, die gegen die herrschenden Zustände kämpft, über kurz oder lang mit den Repressionsorganen des Staates konfrontiert wird, ist so alt wie die Geschichte dieser Bewegungen selbst …«

Zusammen mehr erreichen (PDF 6,5 MB) ›››
Broschüre zu »Bezugsgruppen«

»Was soll das? Wir haben in der letzten Zeit immer wieder das Gefühl gehabt, dass bei Demos und Aktionen immer mehr Menschen alleine unterwegs sind. Sie scheinen so wenig informiert zu sein, dass sie z.B. nicht wissen was der EA ist oder ziellos durch die Gegend laufen und häufig schnell panisch wegrennen …«

Diese Veranstaltung ist eine Vorbereitungs- und Infoabend zum »Antifa Actionday« am 14. November in München

Gegen Naziaufmarsch, Militär und kapitalistischen Normalbetrieb!

Am Samstag, dem 14.11.09, wird in München ein Antifa Actionday stattfinden. Anlass dazu ist der für den gleichen Tag geplante Naziaufmarsch. Wir wollen mit dem Antifa Actionday ein klares antifaschistisches Zeichen gegen Faschismus, Geschichtsrevisionismus und Militarismus setzten und für die Perspektive einer befreiten Gesellschaft kämpfen.

Nach dem Naziaufmarsch im letzten Jahr, der durch ein massives Polizeiaufgebot möglich gemacht wurde, ist dies der zweite Versuch von Münchner Nazis, einen Aufmarsch anlässlich des so genannten »Volkstrauertags« zu veranstalten. Nazis aus dem Spektrum der »Freien Nationalisten« und der NPD rufen zu diesem so genannten »Heldengedenken« auf. Bei dieser Veranstaltung geht es darum, Wehrmachts- und SS-Soldat_innen als „Helden“ zu verklären, ihre millionenfachen Verbrechen zu relativieren und damit den Nationalsozialismus offen zu verherrlichen.
Geschichtsrevisionismus ist in den letzten Jahren zu einem äußerst attraktiven Betätigungsfeld für die extreme Rechte geworden. Ganz offen wird hierbei auf nationalsozialistische Begriffe wie das »Heldengedenken« zurückgegriffen. Durch die Umdeutung von Akteur_innen, Orten und Begriffen soll der historische Nationalsozialismus als Ganzes rein gewaschen werden. So versuchen Nazis eine extrem patriarchale, rassistische, antisemitische und ausbeuterische Gesellschaftsordnung auch für die Gegenwart wieder denkbar zu machen. Verhindern wir jegliche Form der Verherrlichung des Nationalsozialismus und der Verdrehung der Geschichte!
Eine konsequent antifaschistische Politik muss die sexistischen, rassistischen, militaristischen, nationalistischen und kapitalistischen Verhältnisse in ihre Kritik mit einbeziehen, die den extrem rechten Ideologien und Organisationen als Nährboden und Anknüpfungspunkte dienen. Das Nazis nicht getrennt von dem gesamtgesellschaftlichen Kontext der bürgerlichen Gesellschaft betrachtet werden können, wird bei jedem Naziaufmarsch ganz konkret sichtbar: Es sind die Großaufgebebote der Polizei, die permanent irgendwo in diesem Land öffentliche Auftritte von Nazis erst möglich machen und antifaschistischen Widerstand kriminalisieren.

Deshalb wollen wir am Antifa Actionday u.a. mit einer Demonstration gegen die Nazis und gegen den sexistischen, rassistischen, kapitalistischen Normalzustand, sowie gegen jegliche Form der Soldat_innenverherrlichung und des Militarismus vorgehen.

Vermiesen wir gemeinsam den Nazis diesen Tag!
Für eine klassenlose Gesellschaft!

Aktuelle Infos findet ihr unter: actionday.tk ›››

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