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Kein Fußball den Faschisten – Benefiz-Konzert

14. Juni 2008 – Auftaktkonzi mit Rampue und Plemo in der »Hängematte«

Fußball – altes Spiel,
neue Taktik Gegen die bestehende Fußballkultur

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Weil Rassismus keine Meinung ist, sondern ein Verbrechen, werden auch Stadien und ihr Umfeld kontinuierlich zum Tatort. Neben Torjubel und Tränen werden die Zuschauerränge für Minderheiten durch rassistische Äußerungen, Vorurteile, Ausgrenzungen, gewalttätige Übergriffe und menschenverachtende Parolen zu potenziellen Gefahrenpunkten. Wie auch Antisemitismus, Sexismus sowie Homophobie in der gesamtgesellschaftlichen Realität zu finden sind, gewinnen sie im Fußball wie durch eine Lupe an Schärfe.
Je nach Situation, Stimmgewalt und gegnerischem Team, Fehlverhalten und Positionierung des Vereins bzw. der Fangruppen kann die extreme Rechte zunehmend an Einfluss gewinnen und ihr menschenverachtendes Gedankengut verbreiten. Kein Wunder also, dass neonazistische Gruppierungen spätestens seit Beginn der 1980er Jahre versuchen Fan- und Hooligangruppen zu unterwandern, um Nachwuchs zu rekrutieren. Viele Zuschauer stehen für Eigenschaften ein oder reproduzieren Verhaltensmuster unbewusst, die auch zum neonazistischen Weltbild zählen. So gibt es zum Beispiel Überschneidungen beim Männerbild: Männerbündelei, Chauvinismus, Aggression & Dominanz als Ideal. Darin treffen sich Teile der Zuschauer und Hooligans inhaltlich und in ihren Ausdrucksformen mit Neonazis bzw. rechten Jugendlichen. Auf rechtsorientierte Jugendliche übt dieses Auftreten einen starken Reiz aus: Sie können mit relativ wenig Aufwand Überlegenheit und Stärke demonstrieren.

Rassismus, Sexismus, Nationalismus, Antisemitismus und Neonazismus stellen bestehende Elemente der gegenwärtig herrschenden Fußballkultur dar und sind und weder Zufälle noch Ausnahmeerscheinungen.
Anstatt nun jedoch den »Fußball« als solchen abzulehnen, ist es sinnvoller Kritik, an diesen negativen Erscheinungen und an ihrem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu üben.
Mit dieser Veranstaltungsreihe will der ROTE STERN SULZBACH 07 gegen die bestehenden Verhältnisse im heutigen Fußball aufklären, diesen entgegentreten und eine freie Fußballkultur fordern, welche antifaschistisch, antirassistisch, antisexistisch und frei von Homophobie, Antisemitismus und Diskriminierung jeglicher Art ist. In diesem Sinne:

Nazis raus aus den Stadien!

Für eine freie Fußballkultur!

Kein Fußball den Faschisten!

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